
Ipamorelin.
10 mg
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Charge PP-IPA-2601
Laborgeprüft. Chargenbezogene Herstelleranalyse vorhanden.Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Anwendung an Menschen oder Tieren bestimmt.
Pentapeptid, selektiver GHS-R1a-Agonist
Über Ipamorelin
Ipamorelin ist ein synthetisches Pentapeptid und ein Agonist des Growth-Hormone-Secretagogue-Rezeptors GHS-R1a, der auch als Ghrelinrezeptor bezeichnet wird. Es wurde als selektiver Stimulator der Wachstumshormonfreisetzung entwickelt.
Warum Ipamorelin erforscht wird
Frühe Studien untersuchten, ob Ipamorelin Wachstumshormonsignale auslösen kann, ohne andere Hypophysen- und Stresshormone im gleichen Umfang zu beeinflussen wie ältere Growth-Hormone-Releasing-Peptide.
- GHS-R1a- und Ghrelinsignalwege
- Selektive Wachstumshormonfreisetzung
- Endokrine und gastrointestinale Modelle
Kurzprofil
- Produktinhalt
- 10 mg
- Form
- lyophilisiertes Peptidpulver
- Peptidlänge
- 5 Aminosäurebausteine
- Zielstruktur
- GHS-R1a / Ghrelinrezeptor
- Molekülmasse
- ca. 711,80 Da
- CAS-Nummer
- 170851-70-4
- Forschungsstatus
- Phase 2 erreicht, Entwicklung inaktiv
- Reinheit und Identität
Studienlage
Ipamorelin wurde begrenzt klinisch entwickelt, unter anderem im Zusammenhang mit postoperativer Darmträgheit. Die Entwicklung erreichte höchstens Phase 2 und wurde nach einem negativen Nutzentest eingestellt; es gibt keine Phase 3, keine Phase 4 und keine FDA- oder EMA-Zulassung. Die untersuchten klinischen Ergebnisse etablierten daher keine allgemein anerkannte therapeutische Verwendung. Aussagen zu Muskelaufbau, Fettabbau, Schlaf oder Verjüngung sind daher keine geeigneten Produktversprechen.
Neueste Studien
Raun et al. · 1998Ratten-Hypophysenzellen, Ratten und Schweine
Ipamorelin setzte in den Modellen potent GH frei, während bei Schweinen ACTH und Cortisol selbst bei hohen Dosen nicht signifikant anstiegen. Diese präklinische Selektivität sagt weder klinischen Nutzen noch chronische Sicherheit beim Menschen voraus.
Venkova et al. · 2009Rattenmodell des postoperativen Ileus
Eine Einzeldosis verkürzte die Zeit bis zum ersten Stuhlgang, während erst die viermal tägliche Gabe über zwei Tage weitere Erholungsparameter verbesserte. Das positive Tiersignal wurde im späteren randomisierten Humanversuch beim primären Endpunkt nicht bestätigt.
Gobburu et al. · 199948 gesunde Männer, intravenöse Dosiseskalation
Ipamorelin zeigte lineare PK mit einer terminalen Halbwertszeit von etwa zwei Stunden und einen konzentrationsabhängigen GH-Puls, der nach rund 40 Minuten gipfelte und bis sechs Stunden fast abklang. Gemessen wurde die Hormonausschüttung nach intravenöser Einzeldosis, nicht klinischer Nutzen, subkutane Daueranwendung oder Langzeitsicherheit.
Gesamtfazit
Die meistzitierten Ipamorelin-Arbeiten belegen akutes Target Engagement: potente, relativ selektive GH-Freisetzung in Tiermodellen und einen akuten GH-Puls nach intravenöser Einzeldosis beim Menschen. Der methodisch stärkste klinische Nutzentest, eine Phase-2-Studie von 2014 bei 114 behandelten Darmoperationspatienten, verfehlte jedoch den primären und die sekundären Endpunkte, und die FDA-Auswertung nennt mehrere Sicherheitsunsicherheiten sowie zwei Todesfälle mit ungeklärter Kausalität. Für Muskelaufbau, Fettverlust, Anti-Aging oder eine sichere subkutane Kombination mit CJC-1295 existiert daher kein klinischer Nachweis.
Recherche-Stichtag 18. Juli 2026. Diese Übersicht ist eine Evidenzeinordnung, keine Empfehlung zur Anwendung oder Dosierung.



