Selank
Konzentration

Selank.

10 mg

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Laborgeprüft· Charge PP-SEL-2601

Charge PP-SEL-2601

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Forschungsbereiche: Konzentration

Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Anwendung an Menschen oder Tieren bestimmt.

Tuftsin-basiertes Heptapeptid, TP-7

Über Selank

Selank ist ein synthetisches, lineares Heptapeptid aus sieben Aminosäuren mit der Sequenz Thr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro. Es basiert auf dem körpereigenen Immunpeptid Tuftsin, wurde am Ende aber um Pro-Gly-Pro verlängert und ist deshalb nicht mit Tuftsin selbst gleichzusetzen.

Selank wird vor allem zu Angst-, Stress- und neurobiologischen Regulationsmechanismen untersucht. Es ist von Semax, N-Acetyl-Selank und bloßen Acetat-Salzformen abzugrenzen, diese Bezeichnungen stehen nicht automatisch für dieselbe chemische Substanz.

Warum Selank erforscht wird

Kleine russische Humanstudien untersuchten Selank bei generalisierten, phobischen und somatoformen Angstsymptomen. Labor- und Tierarbeiten beschreiben zudem eine mögliche Modulation GABAerger Signalwege, eine Beeinflussung des Enkephalinabbaus sowie Effekte auf BDNF und Entzündungssignale.

  • Angst- und Stressregulation
  • GABA- und Enkephalinsystem
  • Neuroplastizität und Neuroimmunologie

Kurzprofil

Produktinhalt
10 mg
Form
lyophilisiertes Peptidpulver
Synonyme
Selanc, TP-7
Sequenz
Thr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro
Peptidlänge
7 Aminosäuren
Strukturelle Herkunft
Tuftsin (TKPR) mit C-terminalem PGP
Molekülmasse
ca. 751,9 Da (freie Form), 872,0 Da (Diacetat)
CAS-Nummer
129954-34-3 (aktive Moiety)
Forschungsstatus
Russland registriert, international unphasig
Reinheit und Identität

Charge PP-SEL-2601

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Studienlage

Selank wurde am Menschen untersucht, einzelne Arbeiten randomisierten gegen aktive Benzodiazepin-Vergleicher. Die Studien waren jedoch klein, offen, nicht placebo-kontrolliert und teilweise widersprüchlich oder unvollständig berichtet. Eine große verblindete und unabhängig replizierte Patienten-RCT fehlt. In Russland ist Selank-Diacetat als kontrollierte Nasentropfen registriert, eine FDA- oder zentrale EU-Zulassung besteht nicht.

Meistzitierte Studien

Zozulia et al. · 200862 Patienten mit GAD oder Neurasthenie, aktiv kontrolliert gegen Medazepam, 14 Tage
Efficacy and possible mechanisms of action of a new peptide anxiolytic selank in the therapy of generalized anxiety disorders and neurasthenia.

Selank erzielte eine ähnliche Angstreduktion wie Medazepam und zeigte zusätzliche antiastenische und stimulierende Signale, parallel wurde der Leu-Enkephalin-Abbau im Serum untersucht. Die bekannteste klinische Selank-Arbeit ist aber wegen fehlender Verblindung und Placebokontrolle sowie widersprüchlicher Gruppenangaben kein moderner Wirksamkeitsnachweis.

Medvedev et al. · 201460 Patienten, randomisiert und offen, 14 Tage Selank oder Phenazepam plus sieben behandlungsfreie Tage
A comparison of the anxiolytic effect and tolerability of selank and phenazepam in the treatment of anxiety disorders.

Am Tag 14 war die unmittelbare Angstreduktion unter Phenazepam größer, nach Absetzen erfüllten jedoch mehr Selank-Teilnehmende das Responsekriterium bei günstigerer Verträglichkeit. Als methodisch stärkste direkte Selank-Monotherapiestudie bleibt die Aussagekraft durch offene Durchführung, aktiven Vergleich ohne Placebo und mögliche Absetzeffekte begrenzt.

Panikratova et al. · 202052 gesunde Erwachsene, placebo-kontrolliert, einmalig intranasal Semax, Selank oder Placebo
Functional Connectomic Approach to Studying Selank and Semax Effects.

Nach einmaliger Gabe zeigten sich kurzfristige Ruhe-fMRT-Veränderungen, insbesondere an funktionellen Verbindungen der rechten Amygdala. Das belegt ein akutes Bildgebungssignal, aber keine klinische Angstreduktion, keinen langfristigen Nutzen und keine umfassende Sicherheit.

Gesamtfazit

Selank ist ein klar definiertes und in Russland als intranasales Anxiolytikum registriertes Peptid mit interessanten präklinischen Befunden zu GABA-, Enkephalin-, BDNF- und Neuroimmunsignalwegen. Die öffentlich nachvollziehbare Humanliteratur ist jedoch zu klein, offen und regional konzentriert, um einen nach internationalen Standards gesicherten Nutzen für Angststörungen zu bestätigen. Für kognitive Steigerung, Schlaf, Depression, Suchtbehandlung, Schlaganfalltherapie oder Leistungssteigerung bei Gesunden gibt es keinen belastbaren klinischen Nachweis.

Recherche-Stichtag 31. August 2026. Diese Übersicht ist eine Evidenzeinordnung, keine Empfehlung zur Anwendung oder Dosierung.