Zwei Analysemethoden tauchen bei Research Peptiden immer wieder auf: HPLC und LC-MS. Sie beantworten unterschiedliche Fragen. HPLC prüft vor allem die Reinheit, die Massenspektrometrie bestätigt die Identität. Dieser Artikel ordnet beide ein.
HPLC: Trennung und Reinheit
HPLC steht für Hochleistungsflüssigkeitschromatographie. Die Probe wird durch eine Trennsäule geleitet, ihre Bestandteile treten zu unterschiedlichen Zeiten wieder aus. Daraus entsteht ein Chromatogramm mit Peaks. Der Hauptpeak entspricht der Zielsubstanz, kleinere Peaks stehen für Verunreinigungen.
Die Reinheit ergibt sich aus dem Flächenanteil des Hauptpeaks. Eine Angabe wie 99 Prozent bezieht sich also auf das, was die Methode trennt und erfasst. HPLC sagt jedoch nicht mit letzter Sicherheit, welche Substanz der Hauptpeak ist. Dafür ist die Massenspektrometrie zuständig.
LC-MS: Identität über die Masse
LC-MS koppelt die chromatographische Trennung mit einem Massenspektrometer. Dieses misst das Masse-zu-Ladung-Verhältnis der Moleküle. So lässt sich prüfen, ob die gemessene Molekülmasse zur erwarteten Masse des Peptids passt. Das ist die eigentliche Identitätsbestätigung.
Was welche Methode leistet
| Frage | Methode | Ergebnis |
|---|---|---|
| Wie rein ist die Probe? | HPLC | Flächenanteil des Hauptpeaks |
| Ist es das richtige Molekül? | LC-MS | Abgleich der Molekülmasse |
| Welche Verunreinigungen liegen vor? | HPLC, teils LC-MS | Nebenpeaks im Chromatogramm |
Einordnung
Erst zusammen ergeben die beiden Methoden ein belastbares Bild: HPLC für die Reinheit, LC-MS für die Identität. Beide Werte gehören ins Analysezertifikat. Was ein COA sonst noch enthält, erklärt der Artikel Was ist ein Peptid-COA?.
Keine Analysemethode trifft eine Aussage über Wirkung oder Sicherheit. Sie beschreiben ausschließlich die chemische Beschaffenheit einer Charge.
